Bildung der Sportnote

 

Funktionen der Leistungsbewertung

Neben der Qualifikations-, Selektions- und Legitimationsfunktion gibt es die pädagogischen Funktionen schulischer Leistungsmessung, die sich wiederum für die schulischen Akteure (Lehrkräfte, Schülerinnnen und Schüler sowie Eltern) unterschiedlich ordnen lassen. Für Lehrerinnen und Lehrer soll die Leistungsbewertung zur „curricularen Kontrolle“ dienen. Sie ist für die inhaltliche Planung und Organisation von Lernprozessen bedeutsam. Leistungsmessungen geben immer auch Informationen über den Unterricht sowie die Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler.

Grundsätze der Leistungsbewertung

Eine Leistungsmessung besteht in der Regel aus folgendem Dreischritt: dem Definieren der Leistung, dem Feststellen der Leistung und dem Bewerten der Leistung.

Im Zuge der Leistungsbewertung finden rechtliche Vorgaben (SchG Bln., GsVO, Sek I-VO, AV Prüfungen, SopädVO) und Konferenzbeschlüsse Anwendung. Der Fachbereich Sport muss die Standards der Kompetenzen nach den Gegebenheiten und aktuell vorherrschender Situation anpassen.  

Bezugsnormen

Die lerngruppenadäquate Passung der Leistungsbewertung erfolgt unter Beachtung drei wesentlicher Bezugsnormen, der sachlichen (kriteriale), individuellen und sozialen Bezugsnorm.

Umgang mit fehlenden Sportmaterialien und eingeschränkter Teilnahme

Schülerinnen und Schüler sind gemäß Schulgesetz (§ 46 Absatz 2 SchulG Berlin) zu einer regelmäßigen und aktiven Teilnahme am Unterricht verpflichtet. Das Vorhandensein von entsprechenden Materialien ist, wie in allen anderen Fächern auch, dafür unabdingbar. Es kommt dennoch vor, dass die für den Sportunterricht notwendigen Materialien (u.a. sportgerechte Kleidung) nicht vorhanden sind und dieses von den Schülerinnen und Schülern zu verantworten ist. 

Fehlendes Sportzeug kann über verschiedene Kompetenzen in die Bewertung einfließen. Vordergründig wird das eigene Verhalten reflektiert, die Verantwortung dafür zu tragen, zuverlässig Sportzeug und weitere Arbeitsmaterialien für den Unterricht mitzubringen.

Sollten Schülerinnen und Schüler jedoch an einer zuvor angekündigten Leistungsüberprüfung aus selbst verschuldeten Gründen (z.B. fehlende Sportkleidung) nicht teilnehmen, so ist unter Berücksichtigung von Alter und Reife zu entscheiden, ob dies unbewertet bleibt oder mit „ungenügend“ zu bewerten ist (§ 58 SchulG Berlin).

Trotz motorischer Einschränkungen und/oder fehlendem Sportzeug sind die Schülerinnen und Schüler, gemäß AV Schulpflicht, zur Teilnahme am Unterricht verpflichtet.

Bei wiederholtem Vorkommen wird über mögliche Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen (§ 62, § 63 SchulG Berlin) beraten und entschieden.

Weitere nützlich Tipps rund um den Schulsport, wie Bekleidung, Schwimmunterricht, Sicherheit, Fairness und der Vorbildfunktion der Eltern, hat die Unfallkasse Berlin in der Broschüre "Tipps zum Schulsport - Informationen für Eltern" zusammengestellt.

Freistellung vom Sportunterricht

Informieren Sie die Sportlehrerin oder den Sportlehrer, wenn Ihr Kind krank oder verletzt ist. Die Sportlehrkraft kann dann entscheiden, an welchen Aktivitäten im Unterricht eine Teilnahme dennoch möglich ist. Menstruationsbeschwerden oder leichte Erkältungen sollten kein Freistellungsgrund sein.

Sollte Ihr Kind vom Arzt eine Sportbefreiung erhalten haben, besteht dennoch Anwesenheitspflicht im Unterricht. 

Verteilung der fachbezogenen Kompetenzen

 Die neue Gewichtung der Kompetenzbereiche beschloss die Fachkonferenz zum 31. August 2017 und steht hier zum download bereit.

  Kriterien der Leistungsbewertung im Sportunterricht